Schutzmaßnahmen
Wie Sie Ihren Rechner vor solchen Gefahren schützen?
1- Sichere Konfiguration
Richten Sie das Betriebssystem und die Anwendungen so ein, dass Ihr Rechner Schadprogrammen und Angreifern möglichst wenig Angriffsfläche bietet. Installieren Sie grundsätzlich nur tatsächlich benötigte Dienste.
Konfigurieren Sie Netzwerkanwendungen wie Internetbrowser und E-Mail-Klienten so, dass versteckte Programme auf WWW-Seiten oder in E-Mails nicht ungewollt und unbemerkt ausgeführt werden können.
2- Software-Updates
Moderne Software ist so komplex, dass sie nicht fehlerfrei sein kann. Softwarefehler werden immer wieder von Viren und Würmern, wie auch Hackern, als Eingangstore genutzt.
Softwarehersteller veröffentlichen in absehbarer Zeit nach Bekanntwerden solcher Sicherheitslücken Korrekturen für solche Fehler - sogenannte Patches, Service Packs, Service Releases o.ä. - zum Download auf ihren Internetseiten. Diese sollten frühestmöglich nach Erscheinen installiert werden, um so zu verhindern, dass neue Viren oder Angriffsprogramme die neu entdeckten Fehler ausnutzen können.
3- Passwortsicherheit
Stellen Sie sicher, dass alle Benutzer - insbesondere aber Benutzer mit Administratorrechten - nicht zu erratende ("starke") Kennwörter verwenden. Nehmen Sie keine Wörter und Namen (auch nicht rückwärts oder mit vorne oder hinten angehängten Zahlen) als Passwort. Verwenden Sie Sonderzeichen! Ein Angreifer kann tausende Kennwörter, die im Wörterbuch vorkommen, in Sekundenbruchteilen ausprobieren.
Wechseln Sie zudem Ihr Passwort von Zeit zu Zeit, um zusätzlich die Sicherheit zu erhöhen.
4- Rechneradministration
Moderne Betriebssysteme bieten ein abgestuftes Sicherheitskonzept in der Benutzerverwaltung. Sofern Sie einen Rechner administrieren, so weisen Sie anderen Benutzern grundsätzlich nur diejenigen Rechte zu, welche sie für die Arbeit am Rechner explizit benötigen.
Melden Sie sich im Normalfall als Benutzer ohne Administratorrechte an. Arbeiten Sie nur dann mit Administratorrechten, wenn Sie diese für Ihre momentane Arbeit auch benötigen (z. B. zur Installation von Software). Eine permanente Anmeldung als Administrator vermindert die Sicherheit, denn sie gestattet aus dem Internet eingeschleusten Schädlingen den Zugang auf Ihrem PC mitAdministratorrechten.
5- Viren, Würmer, Trojanische Pferde
zahlreiche Viren werden über Massenmails verteilt. Gehen Sie deshalb vorsichtig mit Mailanhängen um. Öffnen Sie diese nur, wenn Sie sich über die Herkunft und den Inhalt im Klaren sind.
Würmer besitzen die Eigenschaft, sich selbstständig über Adressbücher bereits infizierter Rechner zu verbreiten. Vorsicht deshalb auch bei Mails von persönlich bekannten Absendern, da dies allein keine Gewähr dafür ist, dass es sich um virenfreie Mails handelt! Es kann aber auch die Adresse des Absenders gefälscht sein; oder der Absender hat Ihnen tatsächlich eine Mail geschickt, an die sich - von ihm unbemerkt - ein Virus als Attachment angehängt hat.
Manche Würmer dringen auch über von Virenscannern nicht überwachte Schnittstellen in den Rechner ein.
Installieren Sie der akteulleste Virenscanner (Antiviren Programm) und ständig updaten. Lassen Sie den Virenscanner regelmäßig die Festplatte nach Viren durchsuchen.
Nicht alle Internetseiten sind seriös. Ein mit niedrigem Sicherheitslevel konfigurierter Browser begünstigt das Einschleusen von Trojanischen Pferden und anderem Ungeziefer. Viele dieser ungebetenen Gäste kann zwar ein regelmäßiger Virenscan finden. Noch wichtiger ist es aber, einen sicher konfigurierten Browser zu benutzen (siehe oben), damit die Schädlinge erst gar nicht in den Rechner eindringen können.
6- Personal Firewall
Angreifer aus dem Internet schlagen oft schneller zu, als die Nutzer die nötigen Softwarekorrekturen aus dem Netz herunterladen können. Dies gilt auch für neu installierte Rechner, die bereits beim ersten Kontakt mit dem Internet infiziert werden können, bevor die erforderlichen Updates installiert wurden. Hier - und generell als zusätzliche Verteidigungslinie - hilft ein "Personal Firewall" genanntes Filterprogramm, das Zugriffe aus dem Netz heraus abwehrt.
Bei Windows XP (mit Service Pack 2) und Windows Vista wird eine solche Firewall bereits mit dem Betriebssystem geliefert - und automatisch aktiviert. Sie blockiert einen Zugriff aus dem Internet auf den Rechner. Schadprogramme, die bereits auf dem PC vorhanden sind können aber trotzdem noch aktiv "nach hause telefonieren". Für ältere Windows-Versionen gibt es frei verfügbare Desktop-Firewalls im Internet zum Herunterladen, die den Zugriff in beide Richtungen kontrollieren:


