Windows schneller starten
Ein frisch installiertes Window ist schnell und hat keine Macken. Je länger Ihr System im Einsatz ist, desto langsamer wird es. Der PC bootete füher viel schneller, Plattenzugriffe dauern jetzt immer länger... Hierfür gibt es viele Gründe:
Es sind zu viele Daten, die dazu- oder wieder wegkommen. Die Platte ist stark fragmentiert, und einige Programme beanspruchen alle Ressourcen für sich.
In 8 Schritten wird Ihr Windows schnell wie am ersten Tag.
1- Software behalten, reparieren oder entsorgen
Installierte Software kostet Platz auf der Festplatte. Wenn sie läuft, verbraucht sie zudem Systemleistungen und erhöht die Angriffsfläche für Malware. Deshalb sollten Sie die installierten Anwendungen auf das notwendige Maß reduzieren.
a. Unnötige Software entfernen: Sie finden im Systemsteuerungs-Applet "Software" (XP) oder "Programme und Funktionen" (Vista, Windows 7). Hier wird aufgelistet was auf Ihrem PC installiert ist. Markieren Sie jede Anwendung, die Sie nicht mehr brauchen oder nie benutzen, und klicken Sie auf "Entfernen". Nur bei Audio- und Video-Software sollten Sie aufpassen, da sie auch die Treiber für das Audio- oder Videogerät enthalten kann.
b. Dopplung vermeiden: Berücksichtigen Sie dabei auch funktionsgleiche Anwendungen. Sie verbrauchen nähmlich nicht nur doppelt Ressourcen, sondern stören sich oft auch gegenseitig (extrem etwa zwei Virenwächter oder zwei Firewalls).
c. Kaputte Software entfernen: Es kann vorkommen, dass sich Anwendungen über den Software-Dialog nicht de-installieren lassen, weil sie entweder kaputt sind oder die De-Installations-Informationen gelöscht wurden. Normalerweise hilft es, die Software neu in denselben Ordner zu installieren und dann, wie oben beschrieben, zu entfernen.
2- Misten Sie Ihre gesamten Autosart-Programme gezielt aus
Zu den größten Systembremsen gehört automatisch startende und im Hintergrund laufende Software. Widows selbst liefert mit Msconfig ein Tool, mit dem sich Autostart-Einträge aussortieren lassen. Allerdings erkennt es nur einen Bruchteil der über 100-Autostart Rampen.
Jeden Autostart zu finden: Das beste Tool für diese Aufgabe ist
Autoruns.exe. Nachdem Sie es aufgerufen haben, sehen Sie auf der Registerkarte "Everything" alles, was beim Booten mitgestartet wird. Die Liste ist ziemlich unübersichtlich. Für jeden Autostart-Bereich gibt es deshalb eine eigene Registerkarte.
Bevor Sie hier etwas ausmisteren, sollten Sie die Liste eingrenzen, indem Sie alle Einträge ausblenden, die Windows selbst benötigt. wählen Sie dazu "Option", und aktivieren Sie "verify and Code Signatures" und "Hide Windows Entries". Alternative können Sie alle Microsoft und alle Windows Einträge ausblenden, indem Sie "Hide Microsoft und Windows Entries" einschalten. Deaktivieren Sie "Include Empty Location", um leere Sartrampen auszublenden. Danach entfernen Sie die Hacken vor überflüssigen Aufrufen und starten Sie den PC neu.
3- Beseitigen Sie Datenmüll und reparieren Sie die Registry.
Auf jedem Rechner sammeln sich mit der Zeit jede Menge überflüssiger Datein und Registry-Einträge an. Bestenfalls belegen die überflüssige Daten nur Speicherplatz auf Ihrer Festplatte. Aber sie können auch das System ausbremsen.
Bequemes Putz-Toll:
Ccleaner räumt überflüssige Daten auf Ihrem System mit nur einem Klick weg. Nachdem Installation legen Sie zunächst in der linken Spalte fest, was bei Reinigung berücksichtigen werden soll. Unter XP können Sie in Ccleaner außerdem die Option "Hotfix Deinstallation" aktivieren, um die Uninstall-Ordner von Windows-Updates zu entfernen.
Wählen sie in Ccleaner links die Option "Registry", und klicken Sie dann auf "Nach Fehlern suchen", um die Unversehrtheit der Registry zu überprüfen. Gefundene Fehler können Sie über "Fehler beheben" beseitigen.
4- Finden und löschen Sie die größten Platzfresser auf der Platte
Wenn die Platte mal wieder voll ist und Sie sich das nicht erklären können, dann gibt es nur eins: Lassen Sie sich die Top 100 der Platzfresser auf jeder Platte anzeigen, und entfernen Sie unnötige Brocken.
Das Tool
Everything ist in erster Linie ein blitzschnelles Datei- und Ordner-Such-Tool. Wenn Sie nun ein Everything-Fenster öffnen, werden alle auf Ihrem System gespeicherten Dateien und Ordner jeweils in alphbetischer Reihenfolge aufgelistet. Häufig handelt sich bei den ganz großen Datein um Notweniges wie Mail-Postfächer (Outlook.pcv, Thunderbird.[..].pcv...), Suchindices (Windows.edb, rpm.cf1...), Auslagerungsdatei (pagefile.sys) oder das Speicherabbild für Ruhezustand (hiberfil.sys). Manchmal befindet sich aber auch ein längst vergesenes, nutzloses Datenmonster darunter. Wenn Sie so einen überflüssigen Brocken gefunden haben, könnnen Sie ihn markieren und ganz normal über die [Entf]-Taste löschen.
5- Defragmentieren Sie alle Laufwerke regelmäßig und richtig
Wenn Sie im Lauf der Zeit häufig (de-)installeiren, kopieren, verschieben und löschen, entsteht ein Problem: Der Speicherplatz auf der Festplatte liegt nicht mehr in einem Stück vor. Die Folge ist, dass große Dateien oder alle Dateien zu einer bestimmten Software nicht mehr zusammenhängend auf die Platte geschrieben werden können. Diese Fragmentierung hat einen Nachteil: Sie kostet Leistung.
Defragmentieren mit Windows: Der übliche Weg, diesem Problem beizukommen, ist das Defragmentieren der Partionen. Unter Vista und Windows 7 liefert recht gute Ergebnisse: Start -> Alle Programme -> Zubehör -> Systemprogramme -> Defragmentieren.
Unter XP dagegen könnte die Resultate von Defrag gerade auf NTFS-Partionen oft nicht zufrieden stellen, das es den freien Speicherplatz nicht vollständig konsolidiert. Besser ist in diesem Fall. Installieren Sie das Tool,
Mydefrag für XP.
6- Spüren Sie alle Treiber auf, die den Bootvorgang blockieren
Treiber sind die Software-Schnittstelle zwischen Beriebsystem und den Hardware Komponenten. Alte oder kaputte Treiber können ein Gerät schlimmstensfall zum stillstand bringen, und bremsen häufig auch den Systemstart aus.
Zuerst müssen Sie herausfinden, ob und wenn ja, welcher Treiber den Start verzögert. Das geht, indem Sie den Bootvergang protokollieren und analysieren. dazu brauchen Sie Process Monitor (
Procom.exe).
Nachdem Sie das Tool gestartet haben, klicken Sie auf die Lupe, um die Überwachung zu stoppen. Dann wählen Sie "Options, Enable Boot Logging" und starten Sie den PC neu. Nach dem Neustart rufen Sie das Tool wieder auf und folgen der Anweisung.
Die Protokolldatei ist meist mehrere hundert MB groß und enthält jeden Datei- und Registry-Zugriff und jede einzelne Prozess-Aktivität, bei beim Booten passiert ist. Um in diese Datenmasse die für Sie wichtigen Info herauszufinden, nutzen Sie die eingebauten Filterfunktionen. Sie drücken also [Strg][L], markieren Sie die Zeile "Process Name is System Exclude" und klicken Sie auf "Remove".
Dann wählen Sie in den Dropdown-Feldern ganz oben im Dialog "Process Name", "is", "System", und "Include" und klicken Sie auf Add. Dadurch bekommen Sie ausschließlich die Aktivitäten des Systemprozesses angezeigt- und der ist verantwortlich für das Laden der Treiber. Nun schränken Sie die Liste weiter ein, indem Sie lediglich Zugriffe auf Treiber anzeigen lassen, also Dateien mit der Endung SYS. Dazu wählen Sie abermals in den Drop-down-Feldern "Path", "endswith", ".sys", "Include" und klicken auf "Add". Dann auf "OK", um die "Anzeige" zu aktualisieren.
Problemtreiber finden: Obwohl Sie das Ergebnis eingegrenzt haben, bleiben noch immer ein paar tausend Zeilen übrig, die Sie jetzt überfliegen müssen. Am wichtigsten ist die zweite Spalte, "Time of Day" sollten zwischen zwei aufeinanderfolgenden Einträgen mehr als 10 Sekunden vergangen sein, haben Sie im ersten Eintrag vermutlich den Verursacher gefunden. Lesen Sie dann in den Spalte "Path" den Dateinamen des Treibers ab, und geben Sie ihn bei Google ein. So finden Sie heraus, um welches Gerät es sich handelt.
Treiber erneuern: Nachdem Sie den Problemtreiber ermittelt haben, erneuern Sie ihn, falls das Gerät noch verbaut ist. andernfalls de-installieren Sie ihn im Gerätemanager.
7- Zügeln* Sie Prozesse, die zu viele Ressourcen beanspruchen
Widows begrenzt die CUP-Beanspruchung durch Anwendungen nicht. Ist die CUP ausgelastet, hat das fatale Folgen für die Bedienbarkeit des Systems: Fenster frieren ein, man kann nichts mehr anklicken und der Task-Manager lässt sich nicht mehr aufrufen, um die ursächliche Software abzuschließen. In so einer Situation können Sie nur hoffen, dass das ressourcenhungrige Tool irgendwann wieder von Ihrer CPU ablässt. Handelt es sich um einen Bug**, hilft nur Stecker ziehen. Nicht gespeicherte Daten gehen dabei aber verloren.
Sie können dafür sorgen, dass Ihr System bedienbar bleibt, indem Sie
Process Tamer einsetzen. Das Tool überwacht alle laufenden Prozesse (CPU-Last der einzelnen Programme) und passt deren Priorität automatisch so an, dass der Prozessor optimal ausgelastet ist.
Process Tamer konfigurieren: Doppelklicken Sie auf das neue Waage-Symbol im Infobereich (Tray), und öffnen Sie die Registerkarte "Configuration". Wählen Sie in der Drop-down-Liste oberhalb von "Double-click Tray" "Toggle enable", um das Tool per Doppelklick auf das Tray-Icon ein- und ausschalten zu könnennn. Im leeren Regelfeld ganz unten können Sie für einzelne Prozesse Regeln definieren. Dazu klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine freier Stelle, wählen Sie "Add Rule", suchen dann die gewünschte Anwendung und legen ihre Prozess-Priorität fest.
8- Verbesseren Sie das Speichermanagement von Windows
Wenn der Rechner einige Tage oder Wochen läuft, dann reagiert er mit der Zeit immer langsamer. Nach einem Neustart ist er meist wieder flotter. Solche Tempo Probleme treten häufig auch auf, wenn Sie etwa große Datein bearbeiten (wie Videos) oder viele Anwendungen parallel betreiben.
Leistungskiller Auslagerungsdatei: Grund für diese Leistungsprobleme ist das Windows-eigene Speichermanagement. Wird etwa eine Datei geöffnet, dann landet sie im Cache, einem reservierten Bereich des Arbeitsspeichers. So lange sie dort bleibt, kann sehr schnell darauf zugegriffen werden. Ein Problem ist, dass Windows oder Software häufig große Speicherberreiche unnötigerweise reserviert. Die Folge: Der Speicher läuft schnell voll, und RAM-Inhalte werden zwangsweise ausgelagert. Und Zugriffe auf die Auslagerungsdatei auf der Festplatte dauern deutlich länger.
Das Tool
Clevercache verhindert solche und ähnliche Leistungskiller. Der bessere Speichermanager ersetzt der Windows-Funktion. Er sorgt dafür, dass Anwendungen Arbeitsspeicher nutzen können, ohne dass benutzte Bereiche zwangweise ausgelagert werden. Dazu wird das Sysem überwacht, um etwa blokierte Speicherbereiche schnell freizugeben.
*zügeln: ein Pferd durch Anziehen der Zügel zu einer langsameren Gangart oder zum stehenbleiben veranlassen.
** Bug: Fehler in einer Software.


